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Unsere Geschichte

Wie alles begann…

Kennengelernt haben sich Familie Hollick (aus Ruhland) und Familie Frahnow bei der „Teestube“ in Senftenberg, einem offenen Jugendtreff.
Jeden Dienstag trafen sich von 1988  bis 1991 um die 40 junge Senftenberger bei Tee und christlichen Liedern.
Mit der Wende brach die Teestubenarbeit dann leider zusammen. Aber 1989 wurde daraus eine Hauskreisarbeit in der LKG gegründet.

Im Jahr 1992/93 kam es zur Kontaktaufnahme zwischen Jörg Frahnow und einem jungen Mann aus Senftenberg,  denn die Initiative durch politische Institutionen empfahl die Arbeit für Jugendliche durch die Kirche und der Gemeinschaft mit Hilfe von 2 ABM-Stellen vom Arbeitsamt. Doch die Landeskirchliche Gemeinschaft  entschied sich damals gegen die Zusammenarbeit mit Jugendlichen von der Straße. Parallel dazu wurde der Jugendclub in Ruhland  (wegen Drogenmissbrauch ) geschlossen.

Am 13. August 1995 wurde schliesslich unser CVJM in Ruhland mit Unterstützung des CVJM Landesverbandes Schlesische Oberlausitz e.V. gegründet.

Ruhland gehörte  zur Region des Landesverbandes und die damaligen Visionäre  für die Arbeit vor Ort waren ebenfalls Ruhlander.  Trotzdem  nahmen wir „Senftenberg“ in den Vereinsnamen mit auf, da die Hälfte der Gründungsmitglieder aus Senftenberg stammten.
Die Vision für die Arbeit bezog und bezieht sich jedoch auf Ruhland.

Von der Vision zum Ziel…

Es gab 12 Gründungsmitglieder: Jörg Frahnow, Fred Frahnow, Judith Frahnow, Bodo Podstawa, Frank und Christine Knotek, Rudolf Naumann, Michael und Annegret Hollick, Marit Reichelt, Michael Höhna und Sylvia Stöber.

Jeden Montag traf man sich bei Familie Hollick fünf Jahre lang zum CVJM-Hauskreis und im Jahr  2000 wurde für die Vereinsarbeit sogar ein Haus in Ruhland, in der Berliner Straße 12  gekauft.   

Allein ehrenamtlich war die Arbeit jedoch nicht mehr zu schaffen. Über mehrere Jahre gab ab diesem Punkt verschiedene Anstellungsverhältnisse für die Kinder- und Jugendarbeit. Zuerst war Barbara Mirke (um 2002/03) über den CVJM Landesverband, und später Beate Bergmann über den Evangelischen Verein für Jugendarbeit Ruhland/Hoyerswerda in der Arbeit aktiv tätig.

Leider folgte nach einer bewegten Aufbauzeit ein ziemliches Tief, welches verschiedene Gründe hatte. Die gesamte Vereinsarbeit stagnierte über mehrere Jahre.  Auch der Vorstand wechselte während dieser Zeit mehrmals.

Nach langer Pause kommt neues Leben ins Haus…

Anfang 2014 führte uns die „Vereinsdepression“ zu der Frage nach der Vereinsauflösung – und damit ins Gebet. Der Vorstand raffte sich vor der endgültigen Entscheidung zu einer 40-wöchigen Gebetszeitauf. Jeden Mittwoch saßen wir mehr oder weniger entmutigt zusammen.

Alfred Müller gesellte sich dazu, der schon länger Visionen für das Zollhaus Ruhland verfolgte und wahrscheinlich auch noch nicht wusste, wie was weitergehen bzw. entstehen kann.

Aber Gott war bereits am planen! Und SEINE Pläne sind wunderbar und unerforschlich…

Was dann im Laufe des Jahres 2014 mit Gebet und Ideen entstand, kann man fast nur bruchstückhaft wiedergeben.

Die Zollhaus-Ideen begannen sich mit unseren Ideen zu verbinden und zu vernetzen. Bald tauchte der Name „Neleauf, eine grad von der CVJM Hochschule Kassel ausgebildete Jugendreferentin, die auch aus unserer Nähe kommt und von einem Unterstützer unseres Vereins darauf angesprochen wurde, ob sie nicht Interesse hätte, hier in Ruhland Jugendarbeit mit aufzubauen.

Kurz gesagt: es gab einen Neustart „mitten im Frühling 2014“

bei einem Treffen mit 16 Freunden, Mitgliedern und Unterstützern.
Alle zeigten irgendwie Interesse an gemeinsamen Ideen. Sichtbar war noch nix, aber Knospen blühten auf, nach und nach…

Die Jugendreferentin Nele Schmidt wurde mit Unterstützung des CVJM Schlesische Oberlausitz e.V. im September 2014 bei uns angestellt. Seitdem ist das Aufblühen in vollem Gange.

Es gibt eine aktive Jugendarbeit im Zollhaus, dreimal wöchentlich Offene Jugendtreffs, eine Junge Gemeinde, ein jährliches Konfirmandenprojekt, größere Jugendaktionen wie den Youth-Challenge-Day in Kooperation mit der regionalen Jugendarbeit Senftenberg / Spremberg, regionale Jugendfreizeiten und im Sommer 2016 fand sogar ein zweiwöchiges Workcamp mit internationalen Jugendlichen in Kooperation mit den ÖJD (Ökumenische Jugenddienste der AKD) statt, die das Zollhaus sichtlich bereinigt und verschönert haben.

Das riesige Familien-Event des Zollhaus-Vereins zu Himmelfahrt wird seit 2015 gemeinsam mit dem CVJM und dem Blauen Kreuz (welches sich auch passenderweise seit 2015 im Zollhaus trifft) aufwendig vorbereitet.

Im Frühjahr 2016 eröffnete der monatlich stattfindende CVJM-Brunch.  Somit trifft man sich auch noch jeden dritten Samstagvormittag und feiert das Vereinsleben im erblühenden Zollhaus.

Früchtchen und Früchte dürfen wir säen und ernten. Ein damals noch ungläubiger Jugendlicher wollte freiwillig ein 1-jähriges Praktikum bei Nele absolvieren, durfte ihre rechte Hand sein, administrative Aufgaben übernehmen, überall mithelfen. Heute ist er, sowie einige seiner Kumpels, die aus einem benachbarten Jugendclub stammen, ein fröhliches Gotteskind und eifriger Jugendarbeiter geworden!

Gott wirkt und wirkt und wir sind froh und dankbar, Teil einer krassen Geschichte von Gottes genialem Plan mit einem ehemals toten Verein und einer alten legendären Kneipe zu sein.

Es geht weiter, packen wir’s an ! Es gibt viel zu tun, beten wir an!

Das ist unsere „Hope 4 Ruhland – Hoffnung für Ruhland!“

 

 

Text: Christine Knotek / Vorstandsmitglied